Nach dem 4 Monat: Gemüse macht den Anfang

Gemüsebrei aus KarottenWeniger ist mehr! Dies ist ein wichtiger Grundsatz in den ersten Monaten der Säuglingsernährung. Daher sollte der erste Brei zunächst auch nur aus einer Gemüsezutat bestehen, feinpürierter Karotte beispielsweise. Nach ein paar Tagen kann eine weitere neue Gemüsesorte hinzukommen, oder aber bereits eine stärkehaltige Zutat wie Kartoffel, Nudel oder Reis. Nach einem Monat sollte Ihr Kind idealerweise eine vollwertige Gemüse-Kartoffel-Mahlzeit zu sich nehmen – mit Fleisch oder vegetarisch, beides ist möglich. (Letzteres in Abstimmung mit dem Kinderarzt.)

Idealerweise ersetzt dieser Brei die Still- oder Flaschenmahlzeit am Mittag. 

Sie möchten Ihr Kind vegetarisch ernähren? Das sollten Sie dabei beachten.

Ab dem 6 Monat: Milch und Getreide kommen hinzu

Ist die Gemüsemahlzeit erfolgreich eingeführt, wird es Zeit für den nächsten Schritt in der Beikost-Ernährung: den Getreide-Milchbrei. Dieser wird optimalerweise mit frischer Vollmilch zubereitet, anfangs vielleicht im Verhältnis 1:1 mit Wasser gemischt und abgekocht, später als reiner Vollmilchbrei. Der zweite Bestandteil der Mahlzeit ist Getreide. Hier gilt: Ganz egal ob Dinkel, Hafer oder Hirse, Vollkornprodukte liefern noch viele der wertvollen Inhaltsstoffe des unverarbeiteten Getreides. Am praktischsten in der Anwendung sind Baby-Getreideprodukte, denn hier wird das Getreide durch möglichst sanfte Hitzeeinwirkung aufgeschlossen. Zucker oder andere geschmacksgebende Zutaten braucht der feine, von Natur aus leicht süßliche Brei nicht.

Idealerweise ersetzt der Getreide-Milchbrei die Still- oder Flaschenmahlzeit am Abend.

Rezepttipp: Gemüse-Abendbrei (ab 6. Monat)

Ab dem 7 Monat: Obst ergänzt den Speiseplan

Apfelmus als tolle Ergänzung im SpeiseplanNach einem weiteren Monat wird der Speiseplan um Obst erweitert:

Zunächst feinpüriert und mit zarten Getreideflocken ergänzt – eine vollwertige Mahlzeit, die keine weitere Zuckerzugabe benötigt. Der klassische Obst-Getreide-Brei ist milchfrei, sollte aber gegebenenfalls mit Beikostöl angereichert werden. (Empfehlung: etwa 1 TL Beikostöl pro Portion)

Idealerweise ersetzt er die Still- oder Flaschenmahlzeit am Nachmittag.

Eine Ernährungsumstellung bringt oftmals auch Verdauungsprobleme mit sich. Was Sie tun können, wenn Baby's Bäuchlein mal zwickt und drückt, lesen Sie hier.

Ab dem 8 Monat: Es wird stückiger

Der im siebten Monat eingeführte Ernährungsplan wird vom achten bis etwa zwölften Monat beibehalten. Die Konsistenz der Mahlzeiten hingegen ändert sich: Die Breie sind nicht mehr feinpüriert, sondern dürfen stückiger sein. Auch ist der Portionsbedarf des Babys jetzt deutlich gesteigert und die Hauptmahlzeiten werden nach und nach größer. Bei den Babygläschen dürfen es jetzt schon mal 220 g oder 250 g sein.

Mit diesen Tipps klappt das Abstillen bestimmt.

Zwischen dem 10 und 12 Monat: Übergang zur Familienkost

Baby ist selbstständig mit LöffelchenUm den ersten Geburtstag herum hat das Baby meist schon so viele Zähnchen, dass es auch festere Nahrung kauen und langsam an die Familienkost herangeführt werden kann. Die für das Baby vorgesehene Portion sollte möglichst kein, oder nur wenig Salz und Gewürze enthalten. Die bisherigen vier etwa gleichgroßen Milch- und Breimahlzeiten gehen nun in drei Haupt- und zwei kleine Zwischenmahlzeiten der Familienkost über. Die letzte Milchmahlzeit liegt am Morgen und wird gegen Ende des ersten Lebensjahres durch einen Frühstücksbrei oder belegte Brotscheibe ersetzt.

Hinweis: Die Altersangaben beziehen sich auf die Annahme, dass der erste Brei nach dem vierten Monat gefüttert wurde. Bei einem späteren Beikostbeginn verschieben sich die Altersangaben entsprechend nach hinten.         

Trinken nicht vergessen

Mit der Einführung der Beikost ist es empfehlenswert, dem Baby regelmäßig Getränke anzubieten. Am besten eignen sich stilles, natriumarmes Mineralwasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

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