“Der Traum von einer perfekten Haut ist für all jene, die in einer vom Verkehr betroffenen Gegend leben oder arbeiten, ausgeträumt. Außer, Sie setzen umgehend Schritte, um dagegen anzugehen“, warnt die britische Hautärztin Dr. Patterson. Falten, Collagenverlust, Pigmentflecken, Pickel und Rötungen – der Feinstaub frisst sich regelrecht in unsere Haut und richtet dort kurz- und langfristig irreparable Schäden an. „Die letzten 20-30 Jahre waren UV-Strahlen ein großes Thema. Nun wird uns die Luftverschmutzung die kommenden Jahrzehnte auf Trab halten“, weiß Dr. Krutmann vom Institut für umweltmedizinische Forschung.

Wenn man bedenkt, dass 80 % der Hautalterung durch UV-Strahlung verursacht werden, könnte man das durchaus als Warnschuss für unsere Pflegeroutine verstehen. Nach Jahren der Forschung finden wir mittlerweile in unseren Badezimmerschränken UV-Schutz in Make-up, BB-Creams und Tagescremen. Am Schutz vor dem genauso gefährlichen Feinstaub wird noch gearbeitet. Doch auf was sollen wir dann im Kampf gegen die Luftverschmutzung setzen? Das Wichtigste im Kampf gegen den unsichtbaren Feind, da sind sich viele Experten einig, scheint die Reinigung zu sein. Nur wer die Haut täglich von diesen Feinstaub und Umweltverschmutzung befreit, bewahrt sie davor schneller zu altern. Bewährt hat sich ein vielversprechender Pflege-Trend: Das Double-Cleansing!

Ganz schön dicke Luft!

Luftverschmutzung

Mit wem oder was haben wir es zu tun? Feinstaub besteht aus rund 150 chemikalientypischen Staub- und Rußpartikel, Dieselabgase und Kohlenstaub, Pilzsporen, Pollen und Asche. Das Problem daran: Vieler dieser Stoffe sind rund 20 (!) Mal kleiner als eine einzelne Pore. Sie liegen daher nicht nur auf der Haut und behindern die Sauerstoffzufuhr, sondern bahnen sich den Weg auch durch unsere Hautschutzbarriere. Dort spalten sie unter anderem Kollagen und Lipide auf. Wir bauen Spannkraft und Hautdicke ab, die Barriere wird durchlässig. Chemische Reaktionen sind die Folge – wir verlieren Feuchtigkeit und Elastizität, wir altern schneller.

Umso wichtiger ist es, diese Stoffe so schnell wie möglich wieder abzuspülen. In Verbindung mit Make-up, Schweiß und Talg kommt es nämlich immer öfter zu temporärer Akne, unter der wir dann leiden, als wären wir wieder Teenager.Wissen Sie, warum Mizellen saubere Arbeit leisten? Hier gibt es die Antwort. Das Ziel ist es alle Ablagerungen zu entfernen, ohne die Haut dabei zu irritieren oder zu sehr zu beanspruchen. Ein tägliches Peeling wäre zwar erfolgsversprechend, schadet aber der Schutzbarriere und kann zu Rötungen und Übersensibilisierung führen. Also was tun? Ein schonendes Double-Cleansing für jeden Hauttyp!

Schritt 1: Weg mit dem Dreck!

ÖlUm die oberflächlichen Ablagerungen zu entfernen und dabei die Haut zu schonen, wird zuerst mit Öl gereinigt. Klingt komisch, ist aber wirkungsvoll! Nach dem Abschminken befinden sich noch immer erhebliche Reste der Foundation-Schmutz-Schmiere in und auf unsere Haut. Kleiner Test: Normal abschminken, Gesicht nass machen und gründlich mit einem weißen Handtuch trockenrubbeln. Sie werden staunen, was da noch zum Vorschein kommt. Und das sind nur die groben, oberflächlichen Rückstände. Aber zurück zum Wesentlichen: Warum eigentlich Öl? Fettende Rückstände lassen sich besonders gut von Ölen binden und trocknen dabei die Haut nicht aus. Besonders geeignet für den ersten Reinigungsschritt des „Double-Cleansing“ ist eine Reinigungsmilch. Massieren Sie die Reinigungsmilch gut in die Haut im Gesicht und am Hals ein, dann spülen Sie die Milch mit lauwarmem Wasser ab. Achten Sie beim Beauty-Shopping vor allem auf pflanzliche Öle als Inhaltsstoffe – am besten sogar auf BIO-Basis. Unser Tipp: Die Reinigungsmilch von Weleda mit milden BIO-Mandelöl und –Pflaumenkernöl eignet sich sogar für sehr sensible, irritierte oder allergische Haut! Gut, zu wissen: Auch oder gerade für fettige Haut, eignet sich eine Öl Reinigung hervorragend, da Öl, Öl bindet. Die Haut wird dadurch weder öliger, noch unreiner. Was Sie mit einem Hautöl alles anstellen können? Hier verraten wir 10 Anwendungsmöglichkeiten.

Schritt 2: Saubermann spielen!

SchaumSind alle Ablagerungen entfernt, geht es an die Reinigung der Haut. Man kann es so vergleichen: Es ist als hätten Sie im ersten Schritt den Schlamm vom Lederstiefel entfernt. Jetzt muss das Leder noch richtig gereinigt werden, bevor die Politur (Gesichtspflege) wirklich Wirkung zeigen kann. Vor allem nachts ist diese Zweifach-Reinigung besonders wichtig. Nur eine absolut reine Haut kann sich auf die Regeneration der Zellen konzentrieren und Pflegestoffe, die sie dabei unterstützen, wirklich aufnehmen. Studien zeigen, dass eine sorgfältig gereinigte Haut Inhaltsstoffe bis zu 30 Prozent besser absorbieren kann. Um die mikroskopisch kleinen Partikel also nun von der Haut zu lösen, bedarf es eines Waschgels. Das löst nämlich auch die wasserlöslichen Verschmutzungen von der Haut. Wir empfehlen: Neutrogena hat eine neue BarrierCare-Technologie entwickelt, die sogar für ein Patent angemeldet ist. Das „Hydro Boost“-Waschgel ist mit Hyaluronsäure versetzt, versorgt so die Haut während der Reinigung mit Feuchtigkeit und hilft sogar diese zu speichern. Nachdem die Haut sanft mit dem Waschgel massiert wurde, wäscht man es mit lauwarmem Wasser gründlich ab. Sanft trocken tupfen und das saubere Gewissen, äh .. Gefühl, genießen. Wer jetzt noch eines drauf setzen möchte, greift ab und zu zur Detox-Reinigungsmaske mit pflegender Tonerde von L’Oréal. Porentief rein, so soll‘s sein.

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